Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine deutsche Förderbank, die im Auftrag des Bundes und der Länder verschiedene Förderprogramme anbietet, um bestimmte gesellschaftliche und wirtschaftliche Ziele zu unterstützen. Die KfW wurde 1948 gegründet und hat seitdem zahlreiche Programme entwickelt, um den Wohnungsbau, den Umweltschutz, die Bildung, die Infrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu fördern.

Die KfW bietet eine Vielzahl von Förderungen an, die in verschiedene Kategorien eingeteilt werden können, darunter Wohnen und Immobilien (KfW-Wohneigentumsprogramm, KfW-Energieeffizient Bauen und KfW-Energieeffizient Sanieren), Umweltschutz und Nachhaltigkeit (KfW-Umweltprogramm und KfW-Erneuerbare Energien), Bildung und Innovation (KfW-Studienkredit und KfW-Gründerkredit), sowie Infrastruktur und Kommunen (KfW-Kommunalkredit und KfW-Infrastrukturfinanzierung für Entwicklungs- und Schwellenländer). Die KfW arbeitet eng mit anderen Finanzinstituten zusammen, um ihre Förderprogramme umzusetzen.

Das Förderprogramm „KfW-Wohnen und Immobilien“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist darauf ausgerichtet, den Ersterwerb von Wohneigentum und den Bau energieeffizienter Wohngebäude zu unterstützen. Es bietet finanzielle Hilfen in Form von zinsgünstigen Darlehen für Privatpersonen, die den Kauf oder Bau eines eigenen Hauses oder einer Eigentumswohnung planen.

Es gibt zwei Hauptkategorien innerhalb des Programms:

1. KfW-Wohneigentumsprogramm (124/134): Dieses Programm richtet sich an Haushalte, die erstmals eine Immobilie erwerben möchten. Es unterstützt den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum, sei es ein Haus oder eine Wohnung. Die KfW gewährt hierbei ein zinsgünstiges Darlehen, das den Eigenkapitalanteil erhöht und somit die Finanzierung erleichtert.

2. KfW-Energieeffizient Bauen (153): Dieses Förderprogramm ist speziell für den Bau von energieeffizienten Neubauten gedacht. Wenn Sie ein neues Haus bauen und es nach den KfW-Effizienzhaus-Standards gestalten, können Sie von attraktiven Zinsen und Tilgungszuschüssen profitieren. Die Konditionen sind umso günstiger, je energieeffizienter das Gebäude geplant wird.

Die KfW unterstützt den Bau und Kauf von Immobilien mit langfristigen zinsgünstigen Darlehen. Darüber hinaus sind in einigen Fällen Tilgungszuschüsse möglich, die einen Teil des Darlehens erlassen können. Die Höhe der Förderung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Energieeffizienzstandard des Gebäudes, die Größe des Hauses und die Finanzierungsstruktur.

Merkmale und Vorteile des KfW-Energieeffizient Bauen-Programms:

  1. Förderung von Neubauten: Das Programm unterstützt den Bau von neuen Wohngebäuden, die bestimmte Energieeffizienzstandards erfüllen.
  2. Effizienzhaus-Standard: Das KfW-Programm nutzt den Effizienzhaus-Standard, um die Energieeffizienz eines Gebäudes zu bewerten. Je niedriger die Kennzahl, desto energieeffizienter ist das Gebäude.
  3. Zinsgünstige Darlehen: Bauherren erhalten von der KfW ein zinsgünstiges Darlehen, um den Bau des energieeffizienten Gebäudes zu finanzieren. Die Zinssätze sind in der Regel deutlich niedriger als bei herkömmlichen Krediten.
  4. Tilgungszuschüsse: In einigen Fällen kann ein Tilgungszuschuss gewährt werden. Dies bedeutet, dass ein Teil des Darlehens erlassen wird, wenn bestimmte Energieeffizienzstandards erreicht werden.
  5. Energieberatung: Die KfW fordert häufig eine qualifizierte Energieberatung, um sicherzustellen, dass die geplanten Maßnahmen die geforderten Effizienzstandards erfüllen.
  6. Flexible Kombinationen: Das Programm kann auch mit anderen Förderprogrammen der KfW oder staatlichen Förderungen kombiniert werden, um eine umfassende Unterstützung zu erhalten.

Die Effizienzhaus-Standards sind eine Skala, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Deutschland verwendet wird, um die Energieeffizienz von Wohngebäuden zu bewerten. Die Standards basieren auf dem spezifischen Energiebedarf des Gebäudes pro Quadratmeter und Jahr, bezogen auf den Primärenergiebedarf (Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung, etc.) oder die Transmissionswärmeverluste der Gebäudehülle. Die KfW fördert energieeffiziente Neubauten und Sanierungen von Bestandsgebäuden durch zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse, die von dem gewählten Effizienzhaus-Standard abhängen.

Hier sind einige der gängigsten Effizienzhaus-Standards, die von der KfW verwendet werden:

KfW-Effizienzhaus 55: Dieser Standard steht für hohe Energieeffizienz. Ein KfW-Effizienzhaus 55 benötigt nur 55 % der Energie, die ein vergleichbares Gebäude nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) verbrauchen würde. Mit diesem Standard können Bauherren und Eigentümer von Neubauten und umfangreichen Sanierungsmaßnahmen von besonders attraktiven Förderkonditionen profitieren.

KfW-Effizienzhaus 40: Der Standard KfW-Effizienzhaus 40 stellt eine weitere Verbesserung der Energieeffizienz dar. Ein solches Haus darf nur 40 % des Energiebedarfs eines Referenzgebäudes nach EnEV verbrauchen. Auch hier sind attraktive Fördermittel der KfW möglich.

KfW-Effizienzhaus 40 Plus: Das Effizienzhaus 40 Plus geht noch einen Schritt weiter. Neben einem sehr niedrigen Energiebedarf produziert das Gebäude auch selbst Energie, beispielsweise durch erneuerbare Energien wie Photovoltaik. Die Eigenproduktion gleicht den Verbrauch des Hauses über ein Jahr gesehen aus, sodass es als „Netto-Null-Energiehaus“ betrachtet werden kann.

Es ist wichtig zu wissen, dass die genauen Anforderungen und Förderbedingungen für die Effizienzhaus-Standards sich ändern können und von der KfW festgelegt werden. Auch weitere Standards wie das KfW-Effizienzhaus 70 und das KfW-Effizienzhaus 100 könnten je nach aktuellen Richtlinien existieren.

Bevor Bauherren ein Gebäude nach einem bestimmten Effizienzhaus-Standard planen, sollten sie sich daher über die aktuell gültigen Konditionen und Anforderungen bei der KfW informieren und gegebenenfalls eine Energieberatung in Anspruch nehmen, um die optimale Förderung für ihr Bauvorhaben zu erhalten.

Wir, von Massivhaus Wand, unterstützen Sie gern bei diesem Vorhaben. Rufen Sie uns gern an, schreiben eine Mail oder folgen uns auf unseren Social Media Kanälen bei Facebook, Instagram oder TikTok!

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